fogging effekt wohnraumverschmutzung schwarzfaerbung waende fogging schwarzfaerbung fenster fogging

Woher stammt die SVOC beim Fogging-Effekt?

Obwohl seit Jahren bekannt, ist das Phänomen immer noch nicht vollständig erforscht. Als wesentliche Bestandteile von Schwarzfärbungen, die im Rahmen von Wischprobenuntersuchungen nachgewiesen wurden, können die nachfolgenden chemischen Verbindungen gelten; die auch unterschiedlicher Herkunft sein können.

Höhere Alkane:
  • aus Entschäumern und Bindemitteln
  • aus Farben: Besonders häufig wirken sich Latexfarben ungünstig aus. Aufgrund ihrer glatten Struktur bieten Latexfarben eine ideale Niederschlagsfläche für freiwerdende Fettalkohole (Alkanole) und andere SVOC. Zusätzlich behindern sie die Fähigkeit der Wand, Feuchtigkeit aus der Raumluft aufzunehmen und wieder abzugeben (Diffusionsfähigkeit).Darüber hinaus können sich Latexfarben elektrostatisch aufladen. Sie ziehen dann Schmutzpartikel besonders gut an, so dass die Verschmutzung auf der Wand stärker ist als bei anderen Farben oder diffusionsfähigen Wandbelägen. Aus diesem Grund ist hinsichtlich der Verwendung von Farben das Aufbringen einer diffusionsoffenen Farbe ohne Weichmacher und ohne höhersiedende Bestandteile zu empfehlen.
  • aus Teppichen: Hydrophobierungsmitteln in Teppichfasern, aus Schaumphasen bei getufter Teppichware
  • aus Tapeten: bei geschäumter Ware
  • aus Laminaten: Paraffin aus der Trägermaterialherstellung der HDF (hochverdichtete Faserplatte). Paraffinemulsionen dienen hier als Trenn- und Hydrophobierungsmittel Weichmacher (Phthalsäureester)

Weichmacher (Phthalsäureester):
  1. Vinyltapeten: Stark weichmacherhaltig
  2. Glasfasertapeten (Rückenklebeflächen stark weichmacherhaltig)
  3. Rauhfasertapete (weichmacherhaltig aufgrund des fallweisen Einsatzes von weichmacherhaltigem bedruckten Recyclingpapier)
  4. Teppich-Auslegware: Weichmacher im Teppichflor
  5. PVC-Boden: Intensive Weichmacherausstattung


Höhere Fettsäuren:

Die höheren Fettsäuren haben einen Siedepunkt von meist über 200 °C (zum Beispiel Palmitinsäure). Sie sind Bestandteil von Seifen, Tensiden, Alkydharzen, Anstrichmitteln in Farben und Lacken und auch von Weichmachern.

Besonders auffällig ist in diesem Zusammenhang die Hexadekansäure. Sie ist die in Farben und Lacken am weitesten verbreitete Fettsäure und wird als Ausgangsstoff für oder Bestandteil von Bindemitteln eingesetzt.

Phenoxylethanole = Ethylenglykol:
  • aus Dispersionskleber (Parkett-Versiegelung)