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Sanierungsmöglichkeiten

Eine echte Abhilfe ist beim Fogging-Effekt nur durch weitgehendes Entfernen der Emissionsquellen möglich. Häufige Emissionsquellen sind in derartigen Fällen zum Beispiel die Wandbeschichtung mit Tapete und Farbe, bestimmte Teppich-Auslegwaren sowie die Fußbödenbeläge wie Laminat und PVC. Verbesserungen können auch durch bauliche Maßnahmen zur Beseitigung der Kältezonen (bauphysikalisch: Wärmebrücken), die Verringerung der Mobilität des Feinstaubes durch Luftbefeuchtungsmaßnahmen in sehr trockenen Räumen (ungünstig: Relative Luftfeuchtigkeit unter 40 %) oder mehrfaches Aufheizen der Räume mit Stoßlüftung erreicht werden. Geachtet werden sollte auf atmungsaktive Innenräume. Übertriebene Isolierungen der Innenwände, die keinen Luftaustausch durch die Wände mehr gewährleisten, sollte vermieden werden.

Empfehlenswert ist auch der Einbau einer saugfähigen Zwischenschicht zum Feuchtigkeitsausgleich zwischen Beton und Wandfarbe. Hierdurch wird zum einen das Raumklima verbessert, indem eine gleichmäßige Luftfeuchtigkeit erreichbar ist. Darüber hinaus wird über die verminderte elektrostatische Aufladung der Wände auch die Abscheidung des Mikrofeinstaubes reduziert. Hohe Luftfeuchtigkeiten im Wohnraum deuten auf das Fehlen einer atmungsaktiven Schicht auf den Wänden hin.

Frisch renovierte Wohnungen sollten erst bezogen werden, wenn sie ausreichend abgetrocknet und ausgelüftet wurden. Weitgehend verzichtet werden sollte auf elektrostatisch aufladbare Einrichtungen, wie Synthetikteppiche und -gardinen, Kunststoffmöbel und auch Laminat.

Es sind grundsätzlich diffusionsoffene Farbsysteme zu empfehlen. Auf keinen Fall sollte ein Anstrich verwendet werden, der für den Außenbereich vorgesehen ist. Leider ist die Farben-Industrie größtenteils bisher nicht bereit, das Fogging-Problem im Zusammenhang mit der Beschaffenheit ihrer Produkte direkt anzusprechen. Hier gibt es allenfalls Hinweise auf weichmacherfreie Erzeugnisse. Achten Sie am Besten auf „emissionsfreie“ Qualitäten.

Nochmals der Hinweis:
Lüften Sie regelmäßig: Besonders in der kalten Jahreszeit ist es wichtig, das durch häufiges intensives Lüften die Raumluft immer wieder ausgetauscht wird. Dabei sollten die Lüftungsphasen nicht zu lange sein (einige Minuten), damit sich die Oberflächen und Wände nicht zu stark abkühlen. Aus diesem Grund ist prinzipiell auch auf die Vermeidung hoher Temperaturunterschiede hinzuweisen (z.B. durch Verringerung der Nachtabsenkung und der Vorlauftemperatur).

Geachtet werden sollte auf eine Erhöhung des natürlichen Luftwechsels der Wohnung, z.B. durch Einbau von Fenster-Lüftungsventilen. Von einer Erhöhung der Feinstaubfraktion ist auszugehen, bei starkem Kerzenabbrand, Kaminruß, Zigarettenrauch und durch schadhafte Staubsauger.

Nicht unerwähnt soll die Möglichkeit bleiben einer Verringerung der Anzahl der Feinstaubpartikel durch Einsatz sog. HEPA-Filter (Fraktion 0,5 – 3 µm). Empfohlen wird hier z.B. das Filtersystem IQ Air Health Pro 250.

Häufig genügt es bei der Sanierung, eine der ermittelten Hauptquellen auszuschalten.